Heute steht für mich einen denkwürdiges Jubiläum an, auf das es sich durchaus anzustoßen lohnt: seit nunmehr zwei Jahren schimpfe ich mich Veganer. Kein klassisches Thema für einen Fashionblog, da es mich jedoch beschäftigt, mein Herz daran hängt und ich dazu immer wieder Fragen erhalte, folgt hier ein kleines Resümee.

Wieso? Weshalb? Warum?

Zentral sind für mich persönlich tierethische Gründe (wer ist schon für Intensivtierhaltung, Tiertransporte oder Kükenschreddern!?), doch auch in Bezug auf die Umwelt und Welthunger und nicht zuletzt die eigene Gesundheit hat eine pflanzlich basierte Ernährung Riesenvorteile. Bitte nicht wegklicken; ich erspare mir an dieser Stelle Vorträge! Das Argumentieren überlasse ich lieber dem witzigen Duo von „Vegan ist Ungesund“.

Aber nur noch Brokkoli!?

Die wohl größte, einschneidenste Veränderung liegt im konsequenten Verzicht auf alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs. „Aber Bacon!“ – Nein zu sagen fällt ehrlich nicht schwer wenn man einmal die emotionale Verbindung hergestellt hat und sich wirklich bewusst macht, dass dafür ein anderes Lebewesen leiden und sterben musste. Und bei ernsthaften Gelüsten gibt es heutzutage zahlreiche Alternativen. Häufig greife ich nicht dazu, da sie verarbeitet und teurer sind als Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide – im Allgemeinen ist veganes Essen sogar ausgespochen preiswert – und lecker! Mein Glück ist zudem, dass meine Freunde, Familie und Kollegen unheimlich aufmerksam und tolerant sind, weshalb ich noch auf keiner Feier verhungert bin – im allergrößten Notfall bleiben immer noch Oreos und Chips…

Absolutes Lieblingsfrühstück: Apfel-Zimt Porridge mit Blaubeeren, Haselnüssen und Vanillesauce…

Salat lässt den Bizeps schrumpfen!

Fakt ist: seit der Umstellung habe ich überhaupt Energie und Lust, mich zu bewegen,  Sport zu treiben. Und das hat zusammen genommen Konsequenzen: noch nie habe ich mich in meinem Körper so wohl gefühlt. Diverse Athleten wie Patrick Baboumian beweisen außerdem, dass diese Ernährung eher hilfreich als Hindernis ist.

Und Schminkischminki? Und Designertäschchen?

Je intensiver man sich mit dem Thema beschäftigt, desto mehr Handlungsfelder tun sich auf. So dachte ich zum Beispiel immer, Leder wäre ein Abfallprodukt und hierzulande wären Tierversuche verboten – weit gefehlt. Das hat natürlich Konsequenzen, für jede Konsumentscheidung und damit auch für meinen Kleiderschrank und diesen Blog. Doch auch hier gibt es so viele Möglichkeiten, von wundervoller Kosmetik bis zu Designertaschen von Stella McCartney (übrigens ganz oben auf meiner Wunschliste!). Zu jedem gehypten Designermodell gibt es eigentlich auch eine (deutlich günstigere) meist vegane Entsprechung; würde dich ein Blogpost mit solchen Dupes mal interessieren? Vegan und Tussi sein schließt sich jedenfalls nicht gegenseitig aus.

Komm mal auf den Punkt…

Zusammenfassend muss ich einfach sagen: dies ist die wohl beste Entscheidung meines Lebens. Bei Interesse kann ich diverse Dokus empfehlen; der Klassiker Earthlings ist schon heftig, leichter zu verarbeiten sind Filme wie Cowspiracy, What the Health oder Forks over Knives. Jetzt würde mich mal interessieren: wie stehst du zum Veganismus? Und besteht tatsächlich Interesse an den Designerdupes?

Herzlichst, deine Anna

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