Mehr Sport, endlich abnehmen, weniger Stress… gute Vorsätze fürs neue Jahr haben wir alle wohl schon ausprobiert und sind häufig gescheitert. Kein Wunder also, dass diese Vorhaben eher belächelt als ernstgenommen werden. Doch was spricht dagegen, sich an diesem Stichtag zum Jahreswechsel hin etwas vorzunehmen und diese Wünsche auch wahr zu machen!?

Aber es gibt nichts Leichtsinnigeres als Vorsätze, man erschöpft sich in sie, indem man sie fasst und wiederfasst. Es bleibt nichts für die Ausführung übrig.

(Rilke)

Die Crux liegt wohl in der Greifbarkeit, der Verbindlichkeit. Worin genau liegt das Ziel? Und mit welchem Plan gelange ich dahin? Hoffentlich wird das Prinzip in meinen persönlichen Plänen für das neue Jahr deutlicher:

Mein Motto 2019 lautet ‚Just Go for It‘. Anstatt zu zaudern, zu träumen, ellenlange komplexe Strategien und Taktiken zu entwickeln, muss ich Dinge einfach unkompliziert angehen und durchziehen. Dafür nehme ich mir drei wesentliche Felder vor — und damit kommen wir dann mit Anfang 30 doch einmal zum Erwachsenwerden (oh Schreck, oh Graus):

  1. Gesundheit
  2. Finanzen
  3. Freiräume

Hinter dem ersten Schlagwort verbirgt sich ein riesiges Handlungsfeld… mit meiner veganen Ernährung und Fitnessroutine bin ich grundsätzlich glücklich, es wird aber Zeit sich um diverse Vorsorgeuntersuchungen, Wehwechen und Hautprobleme zu kümmern. Dafür mache ich am Donnerstag einige Arzttermine fest. Zum Stressabbau soll meinen neue Morgenroutine dienen  (mehr dazu in einem späteren Blogpost). Wenn ich all das durchziehe, habe ich mir zu Ostern etwas Wellness im örtlichen Spa verdient, findest du nicht!?

Und damit kommen wir zu Punkt Zwei: das leidige Thema #moneymoneymoney. Mehr + Weniger – Surprise! Das hängt größtenteils von meinem Vollzeitjob ab, vielleicht ist es aber auch an der Zeit etwas dazuzuverdienen — ich halte die Augen offen. Die Kostenseite ist einfacher zu durchschauen: meine Analyse der Ausgaben des letzten Jahres hat zwei Problemfelder offengelegt — wer hätte es gedacht: Fashion & Food. Im nächsten Jahr wird also weniger geshoppt, mehr weiterverkauft (Kleiderkreisel: @dieannaimwunderland) und öfter vorgekocht. Diverse Abos sind außerdem gekündigt.

Nach all dieser Vernunft widmen wir uns nun eindlich einem spaßigen Spielfeld: Freiräume ausloten und kreativ nutzen. Kurzfristig gesehen möchte ich mir zum Geburtstag die Ohren piercen lassen (just go for it). Ebenso schnell werde ich unseren Wohnraum ausmisten (der Container ist bereits bestellt) und umgestalten (hallo, teurer neuer Anstrich und Boden, übrigens zeichnet sich hier ein gewisses Konfliktpotenzial mit Punkt 2 ab….). Zum VHS-Fotografiekurs habe ich übrigens Wiebke und mich bereits angemeldet, die Handlettering-Kits liegen gerade vor mir: einem kreativen 2019 steht also nichts im Wege!

Deine persönlichen Ziele fürs nächste Jahr werden wahrscheinlich völlig anders aussehen, aber für mich hat sich im Sinne der persönlichen Weiterentwicklung folgende Grundstruktur bewährt und ließe sich sicherlich auch auf deine Pläne anwenden:

  • Definiere EIN MOTTO und bis zu DREI ENTWICKLUNGSFELDER — überfordere dich nicht mit zu vielen Baustellen
  • Wähle ausschließlich Ziele, die dir wirklich am Herzen liegen und definiere sie genau
  • Schmiede konkrete Schlachtpläne, setze dir Meilensteine und Deadlines und notiere sie z.B. in deinem Kalender oder Smartphone
  • Hol´ dir zur moralischen Unterstützung Freundinnen ins Boot (sofern sie selbst interessiert und zuverlässig sind)
  • Leg´ einfach los! Jetzt bist du hochmotiviert, also Attacke!
  • Bleib´ dran! Je länger du eine Routine lebst, desto stärker ist sie in deinem Alltag verankert und lässt sich auch in stressigen  Phasen umsetzen.

Also alles Gute für 2019, Tschakaaaaaaa!
Deine Anna

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